ReConnect 2018 beim Bundesverband Deutscher Stiftungen

Vernetzungstreffen für WissenschaftlerInnen

"Stiftungen als Innovatoren und Partner in der Wissenschaft/Karriereperspektiven im Non-Profit-Sektor"

Am 12. Juli 2018 begrüßten das Potsdam Research Network, die Universität Potsdam, das German Academic International Network (GAIN) und die German Scholars Organization (GSO e.V.) Postdocs und DoktorandInnen aus dem In- und Ausland zu einem kommunikativen Empfang und Diskussionsabend, bei dem es um Karriereperspektiven im Stiftungs- bzw. NGO-Sektor ging. Bereits zum zweiten Mal war auch die Wirtschafts- und Technologierförderungsagentur Berlin Partner GmbH dabei.

2018 war die ReConnect zu Gast beim Veranstaltungspartner Bundesverband Deutscher Stiftungen in Berlin, direkt am belebten Checkpoint Charlie. Das Thema des Abends lautete „Stiftungen als Innovatoren und Partner in der Wissenschaft & Karriereperspektiven im Non-Profit-Sektor“.

 

Begrüßung und Einführung

Dr. Birgit Radow vom Bundesverband Deutscher Stiftungen begrüßte die rund 50 Gäste zur ReConnect und gab eine kurze Einführung zum Thema Stiftungen. Beruflich gesehen müsse man eine bewusste Entscheidung für das Wissenschaftsmanagement treffen, wer eine Karriere im Stiftungssektor anstrebt. Stiftungen seien vor allem interessiert an Mitarbeitern, die wirklich etwas verändern wollen und Erfahrung aus anderen Bereichen mitbringen. Auch im Stiftungssektor seien aber befristete Verträge und zum Teil begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich Personal bekannte Probleme.

 

Prof. Oliver Günther, Ph.D., Präsident der Universität Potsdam, machte den anwesenden Gästen Mut, alternative Karrierepläne als gleichwertig zur Wissenschaft und nicht als „Plan B“ zu begreifen. Günther berichtete von der Förderung seiner eigenen wissenschaftlichen Karriere durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes und nannte weitere Forschungsförderer wie Volkswagen- oder Boschstiftung. Mit der Hasso-Plattner-Stiftung habe die Universität Potsdam einen Stifter gewinnen können, der 25 Mio. Euro jährlich in die neue gemeinsame Fakultät für Digital Engineering investiere. Günther machte deutlich, dass das Stiftungskonstrukt nicht im jedem Fall funktioniere – so gebe es in den Bundesländern unterschiedliche Erfahrungen mit Stiftungsuniversitäten sowie eine gemischte Bilanz bei Stiftungsprofessuren. Sofern diese auf Zeit ausgelegt sind, müssten die Fakultäten sehr genau für die Zeit danach planen, damit die fachliche Komposition nicht durcheinander gerate. So sei das Wirken von Stiftungen im universitären Bereich höchst unterschiedlich und können nicht verallgemeinert werden.

Paneldiskussion

Dr. Katja Hartmann, Direktorin Berlin-Büro, Alexander von Humboldt Stiftung
Dr. Anne Jordan, Direktorin Wissenschaft, Einstein Stiftung Berlin
Anna Roth-Bunting, Talents4Good GmbH

Moderation: Dr. Anne Schreiter, German Scholars Organization e.V.

 

Auf dem Panel stellten die Diskutantinnen ihre jeweiligen Organisationen vor und gaben einen Eindruck vom Arbeitsalltag und möglichen Jobprofilen innerhalb der Organisationen sowie Tipps zum Umstieg aus der Wissenschaft. Wichtig seien vor allem Kommunikations- und Teamfähigkeit. Auf der Führungsebene sei die Promotion häufig Voraussetzung bei wissenschaftsfördernden Stiftungen, um auf Augenhöhe zu kommunizieren. Essenziell seien zudem Kompetenzen bei der Mitarbeiterführung. Um im Stiftungs-/NGO-Bereich eine Stelle zu erhalten, müsse man sich aber vor allem für die Sache begeistern und das im Bewerbungsschreiben auch darstellen. „Übersetzung“ zwischen verschiedenen Sektoren sei ein wichtiges Stichwort sowohl für die Bewerbung als auch für den Arbeitsalltag, wenn es z. B. um die Kommunikation mit Ministerien, Politikern oder ausländischen Delegationen gehe. Um einen der begehrten Jobs bei Stiftungen zu erhalten, seien vor allem Netzwerkkontakte wichtig, da gerade kleinere Stiftungen in der Regel gar keine Stellen ausschreiben. Die Expertinnen rieten dazu, beruflich wagemutiger zu sein und sich auszuprobieren, vor allem aber sich von externen Erwartungen in Bezug auf die eigene Karriere frei zu machen.

Austausch und Netzwerken

Im Anschluss tauschten sich die Teilnehmenden bei einem Abendempfang aus und konnten weitere Gespräche mit den Expertinnen und Experten aus dem Stiftungssektor führen, die für Fragen und Karriereberatung zur Verfügung standen.

Links

Alexander von Humboldt Stiftung

Einstein Stiftung Berlin

Talents4Good GmbH

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH

Universität Potsdam

German Academic International Network (GAIN)

German Scholars Organization (GSO e.V.)


In Kooperation mit

Wann?

Am Donnerstag, den 12. Juli 2018 
um 18 Uhr

Wo?

Bundesverband Deutscher Stiftungen, Mauerstraße 93, 10117 Berlin

Kontakt

pearls Geschäftsstelle

+49 331 977 4583

silke.brodersen[at]pearlsofscience.de