"Big-Data"

pearls-FORUM: Wissenschaft und Gesellschaft 2014

Unter der Überschrift „Big Data“ fand am 29.04. 2014 die jährliche Netzwerkveranstaltung des pearls – Potsdam Research Network statt, das die zwanzig Mitgliedsinstitute des Potsdamer Forschungsverbundes zu kollegialem Austausch über aktuelle Themen und Forschungstrends zusammenbrachte.

Gastgeber der Veranstaltung war dieses Jahr das Hasso-Plattner-Institut in Griebnitzsee, das mit dem Schwerpunktfeld vernetzte und hoch komplexe IT-Systeme eine starke Expertise bei der Erfassung und Analyse großer und unstrukturierter Datenmengen aus vielfältigen Quellen wie Sensoren, Kameras oder der Überwachung von Internet-Verkehr aufweisen kann. Auf dem Programm des „pearls-Forums“ standen vier Impulsvorträge, welche über die technischen Möglichkeiten der neuen Datentechnologien (Prof. Dr. Christoph Meinel, HPI) erfolgreiche Anwendungsbeispiele aus der wissenschaftlichen Praxis (Dr. Matthieu Schapranow) sowie über Aspekte der Visualisierung und Erlebbarmachung von Daten informierten (Prof. Boris Müller, FH Potsdam). Ein weiterer Vortrag vom Wissenschaftsjournalist und Technologie-Korrespondent der Zeitschrift brand eins, Thomas Ramge, beschäftigte sich daraufhin mit der Abwägung von Chancen und Risiken der neuen Technologien auch von gesamtgesellschaftlicher Seite. Durch die anschließende lebhafte Diskussion begleitete Moderator Jan Wiarda, Pressesprecher der Helmholtz-Gemeinschaft, bevor die Gespräche dann zum Ausklang bei einem Stehempfang und einem Glas Wein vertieft werden konnten. Der Umgang mit „Big Data“, so machte die Veranstaltung deutlich, ist nicht nur eine technologische Herausforderung für IT-Spezialisten, sondern eine gesamtgesellschaftliche Zukunftsaufgabe, die hohe Potentiale für wissenschaftliche Erkenntnisgewinne und politische Partizipation aufweist. Dabei wird es vor allem darauf ankommen, die vielen zur Verfügung stehenden Daten ‚intelligent‘ zusammenzufassen und technisch und gestalterisch auf eine Art und Weise aufzubereiten, die den menschlichen Wahrnehmungs- und Entscheidungsprozessen entspricht. Aus der Verwendung großer, unstrukturierter Datenmengen ergeben sich aber auch neue Bedarfe für die Ausbildung von Wissenschaftlern, die immer häufiger interdisziplinäre Datenanalysten statt reine Fachexperten sein müssen. Dem Thema „Big Data“ widmete sich daher im Vorfeld des Forums auch ein Einführungsworkshop für Nachwuchswissenschaftler im Rahmen des ESF-geförderten pearls-Programms „Career Development“, bei dem Interessierte erfahren konnten, was einen guten Data Scientist ausmacht und in welchen Branchen und Berufsfeldern das Umgehen mit großen Datenmengen zukünftig unerlässlich sein wird.

 

29. April 2014, 16-18 Uhr
am Hasso-Plattner-Institut

 

 

Referenten

Prof. Dr. Christoph Meinel, HPI Potsdam
Dr. Matthieu Schapranow, HPI Potsdam
Prof. Boris Müller, FH Potsdam
Thomas Ramge, brand eins

 

Moderator

Jan Wiarda, Pressesprecher der
Helmholtz-Gemeinschaft

 

Wir bedanken uns herzlich bei unserem diesjährigen Gastgeber, dem Hasso-Plattner-Institut, für die konzeptionelle, räumliche und finanzielle Unterstützung der Veranstaltung.