Festveranstaltung: 25 Jahre ZZF Potsdam

27.09.2017Das ZZF Potsdam nimmt das Jubiläum zum Anlass, um den geschichtswissenschaftlichen Umbruch der 1990er Jahre genauer zu beleuchten. Am 12. Oktober 2017 werden in einem öffentlichen Kolloquium die turbulenten Anfangsjahre des FSP/ZZF und die damaligen Transformationen in der Geschichtswissenschaft diskutiert. In der Abendveranstaltung stehen schließlich die gegenwärtigen Herausforderungen der Zeitgeschichtsforschung und ihre Zukunft im Mittelpunkt.

Vor 25 Jahren begann in Potsdam ein ganz besonderes Experiment der Deutschen Einheit. Unter dem Dach der Max-Planck-Gesellschaft entstand der Forschungsschwerpunkt Zeithistorische Studien (FSP), an dem ost- und westdeutsche Historiker gemeinsam die Gesellschaftsgeschichte der DDR erforschten. Er gehörte zu den Geisteswissenschaftlichen Zentren, die im vereinigten Deutschland als Nachfolgeinstitutionen der Akademie der Wissenschaften der DDR eingerichtet worden waren, und aus ihm ging 1996 das Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) hervor. Es entwickelte eine damals kontrovers diskutierte zeithistorische Forschungsperspektive, die Herrschaft und Alltag in der SED-Diktatur zusammen dachte, und bildete so einen inhaltlich wie institutionell durchaus anstößigen Erfahrungsraum innerhalb der deutschen Geschichtswissenschaft, die sich selbst in einer Phase des institutionellen Umbruchs und der kritischen Selbstreflexion befand. Zunehmend erweiterte das Institut seine Forschungen auf die deutsche und europäische Zeitgeschichte und setzte Akzente insbesondere in der Sozial-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte. Seit 2009 ist es ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft.

 

Mehr zum Festprogramm unter www.zff-potsdam.de