GFZ startet mit Satellitenmission GRACE Follow-On ins Weltall

08.05.2018Mit der deutsch-amerikanischen Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On), geht die Mission zur Vermessung des Erdschwerefeldes und dessen zeitlicher Änderung in die „Verlängerung“.

Von 2002 bis 2017 hatte die Vorgängermission GRACE das Erdschwerefeld extrem präzise kartiert. Die dabei gewonnen Daten helfen beispielsweise dabei, den Verlust von Eismassen oder die Übernutzung von Grundwasservorkommen zu dokumentieren. Nun wird diese wertvolle Messreihe fortgesetzt mit der Mission GRACE-FO, einem gemeinsamen Vorhaben der US-Raumfahrtbehörde NASA und des Helmholtz-Zentrums Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, das die deutschen Beiträge leitet. Der Start der beiden von Airbus gebauten Satelliten ist geplant für Samstag, 19. Mai 2018, an Bord einer Falcon-9-Rakete von SpaceX von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien. „Dank verbesserter Hard- und Software werden die erhobenen Daten noch genauer sein“, sagt Prof. Reinhard Hüttl, Wissenschaftlicher Vorstand des GFZ. „Sie ermöglichen damit, die dynamischen Prozesse im System Erde noch besser zu beschreiben und zu verstehen.“ Die beiden GFO-Satelliten wurden wie die beiden GRACE-Satelliten von Airbus in Friedrichshafen gebaut. Der Missionsbetrieb erfolgt durch das Raumfahrtkontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR/GSOC) im Auftrag des GFZ. Nach einem erfolgreichen Start werden die Raumfahrzeuge zunächst im Orbit schrittweise in Betrieb genommen und für den dauerhaften Einsatz vorbereitet. Für den Sommer rechnen die beteiligten Forscherinnen und Forscher mit die ersten wissenschaftlichen Daten. Die Mission ist geplant für eine Dauer von zunächst fünf Jahren, eine Verlängerung ist möglich.

Weitere Informationen auf der Homepage des GFZ