Reconnect 2016

 

Vernetzungstreffen für RückkehrerInnen wissenschaftlicher Einrichtungen im Ausland

"PhDs at work: Karrierewege in Deutschland"

 

Am 8. Juli 2016 trafen sich bereits zum zweiten Mal RückkehrerInnen wissenschaftlicher Einrichtungen aus dem Ausland zur „Reconnect“, um sich mit Gleichgesinnten über die Chancen und Probleme auf dem deutschen Arbeitsmarkt auszutauschen. Das von pearls – Potsdam Research Network, der Universität Potsdam, dem German Academic International Network (GAIN) und der German Scholars Organization (GSO e.V.) veranstaltete Vernetzungstreffen fand in diesem Jahr in der Wissenschaftsetage im Potsdamer Bildungsforum statt. Neben einer informativen Podiumsdiskussion, auf der die RückkehrerInnen ihre individuellen Karrierewege und -hindernisse in die Wissenschaft und Wirtschaft auf sehr persönliche Weise schilderten, gab es im Anschluss Zeit zum Fragen stellen und Diskutieren. Dabei kamen auch kritische Nachfragen zum deutschen Wissenschaftssystem nicht zu kurz, denen sich der Präsident der Universität Potsdam, Prof. Oliver Günther, PhD und Christiane Neumann, Generalsekretärin der Leibniz-Gemeinschaft, auf engagierte Weise stellten. Von ihren Auslandserfahrungen und Wiedereinstiegen in das deutsche Wissenschafts- wie auch Wirtschaftssystem berichteten auf dem Panel: Dr. Sebastian Stober (Nachwuchsgruppenleiter, Universität Potsdam), Prof. Dr. Sönke Neitzel (Professor am Lehrstuhl für Militärgeschichte, Universität Potsdam) sowie Uta Morgenstern, PhD (German Deep Tech) und Dr. Daniel Hog (Bayer Pharma AG). Die Diskussion wurde von Dr. Anne Schreiter, Geschäftsführerin der German Scholars Organization, moderiert.

Zu den wichtigsten Hinweisen an die RückkehrerInnen zählte ein Plädoyer für das persönliche Netzwerken verbunden mit dem Wunsch nach mehr Transparenz im „System“. Gerade die WirtschaftsrückkehrerInnen machten den Anwesenden aber auch Mut, einen eventuell mit der Rückkehr verbundenen Karrierewechsel als Chance zu begreifen, denn vielfältige wissenschaftliche oder wissenschaftsnahe Karrieren gibt es auch außerhalb von Hochschule und Forschungseinrichtungen. Ob ein Auslandsaufenthalt ein guter Karriereschritt ist, hängt schließlich von vielen individuellen Faktoren ab, nicht zuletzt von der Fachrichtung und der Länge des Aufenthalts, wurde im Gespräch auf dem mit Geistes- und NaturwissenschaftlerInnen besetzten Panel deutlich. Im Ausland studiert, geforscht und gelebt zu haben, so waren sich alle einig, ist dabei  aber ein sehr eigener, nicht zu unterschätzender Wert, der die persönliche Biografie und die professionelle Einstellung auf viele Jahre prägen kann. Im Anschluss an die Diskussion fanden die Teilnehmenden beim gemeinsamen Buffet mit herrlichem Blick über die Potsdamer Innenstadt noch die Möglichkeit zur vertieften Diskussion und zum weiteren Netzwerken. 

 

 

 

 

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