Universität Potsdam Sieger im Bundeswettbewerb für Spitzenforschung und Innovation in den neuen Ländern
Gute Stimmung in Potsdam: Die Universität gehört zu den Siegern des Förderprogramms der Bundesregierung für Spitzenforschung und Innovation in den neuen Ländern. Ein zweistelliger Millionen Euro-Betrag wird in den kommenden fünf Jahren in das geowissenschaftliche Projekt PROGRESS fließen. Das hat Bundesforschungsministerin Professor Annette Schavan am heutigen Montag in Berlin verkündet. PROGRESS ist ein Paradebeispiel für eine gelungene Zusammen-arbeit im neuen Forschungsnetzwerk PEARLS, das die Universität Potsdam mit 20 außeruniversitären Partnerinstituten Anfang 2009 gegründet hat.
„Wir sind sehr froh über diesen Erfolg und sehen ihn als Auszeichnung für die große Forschungskompetenz in den Geowissenschaften in der Region Potsdam“, erklärt Uni-Präsidentin Professor Sabine Kunst. Unter der Federführung der Universität haben das Helmholtz Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, das Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) sowie das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), beide Mitglieder der Leibniz-Gemeinschaft, den PROGRESS-Antrag gestellt.
PROGRESS steht für „Potsdam Research Cluster for Georisk Analysis, Environmental Change and Sustainability” (Potsdamer Forschungs- und Technologieverbund zu Naturgefahren, Klimawandel und Nachhaltigkeit). Im Kern geht es darum, die Zusammenarbeit mit der Industrie zu stärken und mit neuen Technologien und Methoden Naturgefahren wie Erdbeben, Überschwemmungen oder Tsunamis schneller zu erkennen und besser einschätzen zu können. Ziel ist es, den Verantwortlichen in den betroffenen Gebieten zu helfen, rechtzeitig die geeigneten Vorkehrungen zu treffen. Die Leitung des Projektes hat Professor Manfred Strecker, PhD, Sprecher des Profilbereiches Erdwissenschaften der Universität Potsdam.
„Ein entscheidender Pluspunkt des Antrags ist die interdisziplinäre Ausrichtung und Verbindung von Geowissenschaften und Politikwissenschaften und damit die direkte Umsetzung in konkrete Politikberatung“, so Kunst.
In dem Umfeld agieren die Projektpartner beispielsweise bereits in Indien. Hier laufen durch rasch abfließendes Gletscherwasser aus dem Himalaya mit großer Sedimentfracht ganze Täler und damit die für Indiens Stromgewinnung notwendigen Kraftwerke Gefahr, zugeschüttet zu werden.
Die Jury für den Wettbewerb, der die Forschung im Verbund von universitären und außeruniversitären Einrichtungen sowie Unternehmen fördern will, bestand aus zwölf Fachgutachtern und sechs weiteren Experten, die speziell die strategische und damit die innovationspolitische Bedeutung der Verbünde einschätzen sollten.
PEARLS punktet beim Förderprogramm noch ein weiteres Mal
Im Rahmen von PEARLS ist die Universität Potsdam auch an dem Projekt „Das Taschentuchlabor: Impulszentrum für integrierte Bioanalyse (IZIB)“ beteiligt.
Dieses Projekt war ebenfalls erfolgreich bei dem Förderprogramm der Bundesregierung. Es wird koordiniert vom Fraunhofer Institut für Biomedizinische Technik (IBMT).
Ansprechpartner für PROGRESS:
Professor Manfred Strecker, PhD
Sprecher des Profilbereiches Erdwissenschaften
Universität Potsdam
Tel.: 0331 – 977.5811
Mail: manfred.strecker@geo.uni-potsdam.de
Dr. Andreas Bergner
Projektkoordinator Profilbereich Erdwissenschaften
Universität Potsdam
Tel.: 0331 – 977.5843
Mobil: 0176 – 4877.2251
Mail: andreas.bergner@geo.uni-potsdam.de
Potsdam, 18. Mai 2009
pearls • Potsdam Research Network
Führende Forschungseinrichtungen haben sich im Januar 2009 auf Initiative der Universität Potsdam (UP) zu einem bundesweit einmaligen Netzwerk unter dem Namen „pearls“ zusammengeschlossen. Das Akronym steht für „potsdam earth and life sciences“. Ziel der insgesamt 21 „Perlen“ mit mehr als 1.000 Wissenschaftlern und rund 800 Doktoranden ist es, Potsdam als exzellenten Wissenschaftsstandort zu stärken nach dem Motto „Potsdam – Forschung first class“. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist das wichtigste Bindeglied in der „Perlenkette“. Dazu bietet die UP mit der Potsdam Graduate School eine moderne Doktorandenausbildung.
Zu den Partnern der Universität Potsdam gehören das Who is Who der deutschen Wissenschaftsorganisationen: die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) mit drei Instituten, die Leibniz-Gemeinschaft mit neun Instituten, fünf Einrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, zwei Institute der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) sowie das Hasso-Plattner-Institut (HPI) für Softwaresystemtechnik.
- Dateien:
PE_Progress_IRS.pdf37 K
