Drei Fragen vorab an:

Prof. Dr. Markus Antonietti, Direktor Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung


1. Welche Rolle spielt in Ihrer Forschungseinrichtung der Begriff "Innovation"?

Innovation ist bei der satzungsgemässen Grundlagenforschung natürlich 'down stream', wird aber von dem Institut - besonders über Ausgründungen - sehr intensiv betrieben. Innovation ist für viele Mitarbeiter die einzige gute Chance, einen kreativen und selbstbestimmten Job zu ergattern.

2. Auf welche Weise ermöglicht Ihre Forschungseinrichtung ein innovationsfreundliches Umfeld?

Wir bieten: soziale Netzwerke auch in die Industrie und Gesellschaft hinein, Beratung und Ermutigung von Mitarbeitern sowie Forschungs-Infrastruktur, die in Kooperationen zur Verfügung steht.

3. Welche (wissenschaftlichen und gesellschaftlichen) Innovationspotenziale/-reserven sind aus Ihrer Sicht noch nicht hinreichend ausgeschöpft?

In Deutschland: fast gar nichts. Wegen einer starken öffentlichen Hand und 'bequemen' Stellen in einer gut funktionierenden Industrie fehlen die Kultur und die Rollenmodelle, selber Risiken anzunehmen. Von nachhaltigen Materialien über Impfstoffe hin zu Implant-Materialien: das Potential wird einfach noch unvollständig genutzt.

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