"Rising Stars?" Nachwuchsförderung in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft

pearls-FORUM: Wissenschaft und Gesellschaft 2015

Nach dem Abschluss der Doktorarbeit stehen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Scheideweg ihrer Karriere: Verfolgen sie weiter den Weg über die Forschung mit dem Ziel einer Professur oder nutzen Sie ihre vielseitigen Fachkenntnisse und Fähigkeiten, um eine Laufbahn in Unternehmen, Verwaltung oder Selbstständigkeit zu beginnen? Welche Risiken gehen Postdocs dabei ein, welche Möglichkeiten stehen Ihnen offen? Und welchen Nutzen kann ein Wissenschaftsstandort wie Potsdam aus einer gezielten Karriereentwicklung ziehen?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion, die im großen Hörsaal des Deutschen GeoForschungsZentrums im Wissenschaftspark auf dem Telegrafenberg im Anschluss an die jährliche pearls- Gremiensitzung stattfand.

Für das Podium hatte Moderator Jan Wiarda zahlreiche hochkarätige regionale und nationale Vertreter des „Systems“ Wissenschaft um sich versammelt, die das Thema Nachwuchsförderung im Hochschulbereich aus unterschiedlicher Perspektive beleuchteten. Für das moderierte Grußwort standen Dr. Sonja Rademacher vom Brandenburger Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, der Präsident der Universität Potsdam und Vorsitzende der Stifterversammlung der Stiftung pearls, Prof. Oliver Günther, Ph.D.,und Prof. Dr. Reinhard Hüttl, Leiter des Helmholtz-Zentrums Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum und einer der Hausherren auf dem Telegrafenberg, zur Verfügung. Auf dem Podium diskutierten Prof. Dr. Eckhardt George vom Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ), Dr. Armin Krawisch von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Marie Luise v. Halem (Die Grünen), MdL und Vorsitzende des Ausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kultur, mit den Nachwuchswissenschaftlern.

Jeweils im Wechsel holte Moderator Wiarda Postdocs auf einen „Hot Seat“, um dem „systemischen Problem“ eine individuelle Sichtweise zu verleihen. So wünschten sich die befragten Postdocs, Dr. René Schlott vom Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF), Dr. Jaconette Mirk (BRAIN Fellow/BTU Cottbus-Senftenberg und Dr. Ulrike Frank, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Department für Linguistik der Universität Potsdam vor allem Anerkennung für ihre Rolle in der wissenschaftlichen Community. Überwiegend wären sie auch mit Stellen unterhalb der Professur zufrieden, wenn ihnen eine langfristigere Stellenperspektive geboten würde, die auch mehr Flexibilität für Grenzwanderungen zwischen den Systemen Wissenschaft und Wirtschaft erlaubt.

Gerahmt wurde das Programm von einem Workshop für Nachwuchswissenschaftler der Potsdam Graduate School zum Thema Karriereplanung und von Ständen im Foyer, an denen sich die Förderprogramme für Postdocs der Potsdam Graduate School, der Jungen Akademie und der Max-Planck-Gesellschaft den interessierten Besuchern präsentierten. Im Anschluss an die Diskussion blieb bei einem Indoor-BBQ viel Zeit für Vernetzung und Meinungsaustausch.


 

7. Juli, 16-18 Uhr

auf dem Telegrafenberg

 

 

Podiumsteilnehmer:

Dr. Armin Krawisch, DFG

Prof. Dr. Eckhard George, Leibniz-Institut für Gemüse- u. Zierpflanzenbau

Marie Luise von Halem, MdL (Die Grünen)

 

Moderator:

Jan Wiarda, Pressesprecher der Helmholtz-Gemeinschaft

 

Wir bedanken und herzlich bei unseren diesjährigen Gastgebern, dem Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und dem Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, für die räumliche und finanzielle Unterstützung der Veranstaltung.