Weltweit wichtigster Umweltpreis für PIK Klimaforscher Schellnhuber

14.06.2017Die international bedeutendste Auszeichnung für Pioniere der Nachhaltigkeitsforschung wird im Herbst an den Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Hans Joachim Schellnhuber, verliehen. Das gab die japanische Asahi Glas Stiftung heute in Tokio bekannt.

Ihr mit 50 Millionen Yen dotierter Blue Planet Prize ehrt Vordenker, die entscheidende Ansätze zur Lösung globaler Umweltprobleme vorgelegt haben. Schellnhuber erhält den Preis für seinen wegweisenden Beitrag zur Etablierung der Zwei-Grad-Grenze der globalen Erwärmung, auf die sich die Staaten der Welt im Klimavertrag von Paris geeinigt haben. Zudem habe der Physiker Schellnhuber die Erdsystemanalyse als wissenschaftliches Feld maßgeblich gestaltet, erklärte die Stiftung, und das einflussreiche Konzept der Kippelemente entwickelt. Mit dem Preis ehrt die Asahi Glas Stiftung Schellnhubers „gewaltige Leistung beim Aufbau der wissenschaftlichen Basis zur Erhaltung der Umwelt“ und die von ihm am PIK erzielten „erstaunlichen Fortschritte im Verständnis des Erdsystems“, heißt es in der Begründung der Jury. Besonders hervorgehoben wird dabei unter anderem seine Leistung in der Kommunikation von Forschungsergebnissen an die Politik: „Sie und Ihre Kollegen haben sich daran gemacht, politikrelevante Naturphänomene zu identifizieren und entsprechende Warnungen an Politikvertreter auszusprechen zu kritischen Grenzwerten, die nicht überschritten werden sollten“, so das Gremium. „Diese Warnungen waren nicht nur an die Politik gerichtet, sondern auch an die Öffentlichkeit, und haben damit die Wahrnehmung für die großen Umweltthemen geschärft. Zusammengenommen haben diese Aktivitäten unter Ihrer Führung einen profunden Einfluss auf die Wirtschaftsweise der Welt und auf das Bewusstsein für unsere gemeinsame Umwelt.“

Weitere Informationen auf der Homepage des PIK