Beginn für das Forschungsvorhaben AgriFusion am GFZ Potsdam

20.02.2017Mit dem Forschungsprojekt AgriFusion sind landwirtschaftliche Erträge besser abzuschätzen. Das Vorhaben wird verschiedene Datensätze, die Aussagen zum lokalen Ertragspotenzial ermöglichen, zusammenführen: von bodenkundlichen und klimatischen Kenngrößen über dokumentierte Ertragszahlen aus der Vergangenheit bis hin zu Informationen, die per Satellitenfernerkundung bereitgestellt werden.

Informationen, die vor allem vom europäischen Erdbeobachtungssatelliten „Sentinel-2“ bereitgestellt werden, führen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit weiteren standortbezogenen Messgrößen, Bodenbeprobungen, Ertragskartierungen und digitalen Reliefanalysen zusammen. Die Ergebnisse können von den Landwirten direkt genutzt und in betriebliche Datenstrukturen integriert werden. Der verwendete Fusions-Algorithmus (Transferable Belief Model TBM) liefert für jedes Pixel, dessen Größe zwischen 10 und 30 Metern liegt, eine konkrete Ertragserwartung.

AgriFusion („Erzeugung von Ertragspotenzialkarten durch Fusion von Ertragskartierungen, Fernerkundungsdaten, digitaler Reliefauswertung und Bewirtschaftungsdaten“) ist ein Verbundvorhaben des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL). Beteiligt sind neben dem GFZ und der Hochschule für angewandte Wissenschaften Weihenstephan-Triesdorf die Wirtschaftspartner Fritzmeier Umwelttechnik GmbH & Co. KG und die GeoInformationsDienst GmbH. Das Projekt läuft über drei Jahre bis zum Oktober 2019. Es hat einen Gesamtumfang von 943.500 Euro, davon gehen 260.000 Euro an das GFZ.
Mehr Informationen unter: www.gfz-potsdam.de